23. Türchen

Advent, Advent, ein Kraftwerk brennt...

Sonntag,1.Advent, 10 Uhr: In der Reihenhaussiedlung Unkelfeld lässt sich die Rentnerin Emma T. durch ihren Enkel Christoph drei Elektrokerzen auf der Fensterbank ihres Wohnzimmers installieren. Vorweihnachtliche Stimmung breitet sich aus, die Freude ist groß.

10 Uhr 14: Beim Entleeren des Mülleimers beobachtet Nachbar Werner S. die provokante Weihnachtsoffensive im Nebenhaus und kontert umgehend mit der Aufstellung des 10-armigen dänischen Kerzensets zu je 15 Watt im Küchenfenster. Stunden später erstrahlt die gesamte Siedlung Unkelfeld im besinnlichen Glanz von 134 Fensterdekorationen.

19 Uhr 03: Im 14 Kilometer entfernten Kohlekraftwerk Sattrup-Hecklage registriert der wachhabende Ingenieur irrtümlich einen Defekt der Strommessgeräte für den Bereich Unkelfeld-West, ist aber zunächst arglos.

20 Uhr 17: Den Eheleuten Helmut und Ute D. gelingt der Anschluss einer Kettenschaltung von 96 Halogen-Filmleuchten durch sämtliche Bäume ihres Obstgartens an das Drehstromnetz. Teile der heimischen Vogelwelt beginnen verwirrt mit dem Nestbau.

20 Uhr 56: Der Diskothekenbesitzer Albert T. sieht sich genötigt, seinerseits einen Teil zur vorweihnachtlichen Stimmung beizutragen, und montiert auf dem Flachdach seines Bungalows das Laserensemble Graceland, das zu den leistungsstärksten Europas zählt. Die 40-Meter-Fassade eines angrenzenden Getreidesilos hält dem Dauerfeuer der Nikolausprojektion mehrere Minuten stand, bevor sie mit einem hässlichen Geräusch zerbröckelt.

21 Uhr 30: Im Trubel einer Club-Feier im Kohlekraftwerk Sattrup-Hecklage verhallt das Alarmsignal aus Generatorhalle 5.

21 Uhr 50: Der 85-Jährige Kriegsveteran Emil P. zaubert mit 190 Flakscheinwerfern des Typs Varta Volkssturm den Stern von Bethlehem an die tiefhängende Wolkendecke.

22 Uhr 12: Eine Gruppe asiatischer Geschäftsleute mit leichtem Gepäck und sommerlicher Kleidung irrt verängstigt durch die Siedlung Unkelfeld. Zuvor war eine Boing 747 der Singapur Airlines mit dem Ziel Sydney versehentlich in der mit 3000 bunten Neonröhren gepflasterten Garagenzufahrt der Bäckerei Bohrmüller gelandet.

22 Uhr 37: Die NASA Raumsonde Voyager 7 funkt vom Rande der Milchstraße Bilder einer angeblichen Supernova auf der nördlichen Erdhalbkugel. Die Experten in Houston sind ratlos.

22 Uhr 50: Ein leichtes Beben erschüttert die Umgebung des Kohlekraftwerks Sattrup-Hecklage. Der gesamte Komplex mit seinen 30 Turbinen läuft mit 350 Megawatt brüllend jenseits der Belastungsgrenze.

23 Uhr 06: In der taghell erleuchteten Siedlung Unkelfeld erwacht Studentin Christina V. und freut sich irrtümlich über den sonnigen Dezembermorgen. Um genau 23 Uhr 12 betätigt sie den Schalter ihrer Kaffeemaschine.

23 Uhr 12 und 14 Sekunden: In die plötzliche Dunkelheit des gesamten Landkreises Unkelfeld bricht die Explosion des Kohlekraftwerks Sattrup-Hecklage wie Donnerhall. Durch den stockfinsteren Ort stapften verwirrte Menschen, Menschen wie du und ich, denen die Kerzen auf dem Adventskranz nicht genug waren.

24.12.06 14:22, kommentieren

22. Türchen

Kurioses

Weihnachtliches Märchen

Ein 'Weihnachtsmärchen' der besonderen Art hat Weinachten 2001 ein Mann aus dem Landkreis Würzburg seiner Frau und der Polizei aufgetischt. Kurz vor dem Weihnachtsfest rief er seine rechtsmäßig Angetraute an und teilte ihr mit, dass Unbekannte ihn in ihrer Gewalt hätten. Kurz darauf stellte er sich aber reuig bei der Polizei - er habe Weihnachten lediglich mit jemand anderem als seiner Frau verbringen wollen.

Busfahrende Weihnachtsmänner

Mit Hilfe einer ungewöhnlichen Maßnahme wollten die Lübecker Stadtwerke 1996 auch dem Weihnachtsmann das Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel schmackhaft machen. Wer durch roten Mantel, rote Mütze und weißen Bart als Weihnachtsmann zu erkennen war und beim Einsteigen laut und deutlich 'Hohoho' rief, fuhr während der gesamten Adventszeit in Lübecker Bussen kostenlos. Das Angebot galt ausdrücklich auch für Weihnachtsfrauen.

 

 

24.12.06 02:26, kommentieren

21. Türchen

 

Die vier Kerzen am Adventskranz

Vier Kerzen brannten am Adventskranz. Es war still. So still, dass man hörte, wie die Kerzen zu reden begannen.

Die erste Kerze seufzte und sagte: Ich heiße FRIEDEN. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden, sie wollen mich nicht. Ihr Licht wurde kleiner und verlosch schließlich ganz.

Die zweite Kerze flackerte und sagte: Ich heiße GLAUBEN, aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen Gott nicht wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne. Ein Luftzug wehte durch den Raum, und die Kerze war aus.

Leise und sehr traurig meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort. Ich heiße LIEBE. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie lieb haben sollen. Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.

Da kam ein Kind in den Raum. Es schaute die Kerzen an und sagte: Aber, aber ihr sollt doch brennen und nicht aus sein! Und fast fing es an zu weinen.

Da meldete sich auch die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: Hab nur keine Angst! So lange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße HOFFNUNG. Mit einem Streichholz nahm das Kind Licht von dieser Kerze und zündete die anderen Kerzen wieder an.

22.12.06 01:25, kommentieren

20. Türchen

21.12.06 01:51, kommentieren

19. Türchen

Es begab sich aber zur der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde.

Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, daß er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt.

Da machte sich auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. Und als sie dort waren, kam die Zeit, daß sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde.

Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr.

Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus der Herr, in der Stadt Davids.

Und das habt zum Zeichen:

Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.

Und als die Engel von ihnen in den Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Laßt uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in einer Krippe liegen.

Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was die Hirten gesagt hatten.

Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.

Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

(Lukasevangelium, Kapitel 2,1 - 20)

 

----> um mal darauf zurück zu kommen, worum es eigentlich geht!

20.12.06 02:01, kommentieren

18. Türchen



Tut mir Leid, dass du immer so lange warten musst... hab irgendwie Probleme mit dem bearbeiten und hochladen gehabt.

*denk an dich

20.12.06 18:05, kommentieren

17. Türchen

Nach ewigem Rumgebastel geb ich's auf... Ich kann einfach keine Fotos hier einfügen  

Deshalb bekommst du sie per Email! Betreff: Bratapfelorgie

Zuckergusskuss 

19.12.06 00:50, kommentieren